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Doro König 
Verlorenes Glück

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Doro König, Verlorenes Glück. Erzählungen für einen Neubeginn, SchreibStimme 2022, 102 S.

Der alte Herr Miller, die namenlose Mutter, die Kinder- gärtnerin Elsa und das kleine mutterlose Mädchen – sie haben die Orientierung verloren und dazu ihre Sprache. Sie haben ihr Glück verloren, ihre Kindheit, ihre Heimat. Erlebten Flucht und wie ihre Liebe an der Stärke anderer abprallt. Indem sie ihre Sprache über das Erlebte finden, beginnt das Neue und das Glück blüht zart wieder auf.

 

Dieses Buch ist nicht laut, sondern leise. So leise wie die Menschen, denen es gewidmet ist. Ihnen soll es Mut machen, ihre eigene – leise aber beharrliche – Stimme zu finden.

© 2022 Doro König
Verlag: SchreibStimme. Kunath & Tóth, Uster

Umschlagbild: "Auftauchen" © Barbara Süßmeier, 

Portraitfoto: © Sarah Ley, https://www.leyfotografie.com

Coverdesign und Innenlayout: Bright Lines Design, Zürich
Herstellung: BoD – Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 978-3-9525558-3-5

Preis: 14,90 CHF / 9,90 EUR

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Zur Autorin 

Doro König, geboren 1978 in Leipzig, aufgewachsen in Hamburg, lebt in München. Sie ist Autorin, Schreibcoach und Lektorin. In ihren Texten spielt sie besonders gern mit den leisen Tönen und der Wahrnehmung hinter der Sprache.

Instagram: https://www.instagram.com/schreibaffaeren/

Rezensionen und Presse

www.lovelybooks.de/autor/Doro-König/Verlorenes-Glück-4786055486-w/

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Ein Interview mit Autorin Doro König

Doro Königs Buch "Verlorenes Glück. Erzählungen für einen Neubeginn" erschien im März 2022 bei Edition SchreibStimme.

 

In Ihrem Debüt geht es um einen alten Mann, der seine Frau verloren hat, eine in ihrer Beziehung unglückliche Frau, ein Kind ohne Eltern – warum beschäftigen Sie sich mit diesen Themen?

 

DK: Die Themen meiner Erzählungen entspringen direkt dem Leben. Sie finden statt – in jedem Leben – auf die eine oder andere Art und Weise. Und in meinen Erzählungen begleitet der/die Lesende die Protagonisten dabei ein kleines Stück weit und erlebt deren Erleben und Umgangsweise mit ihren Themen. Gerade wenn wir in traurigen oder schwierigen Lebensphasen stecken, fühlen wir uns oft alleine, nicht «normal» am Leben beteiligt und ausgeschlossen. So ergeht es oft auch meinen Protagonisten. Als Leser*in hingegen kann man dies beim Lesen spüren und genau in dieser Einsamkeit ein verbindendes Element erkennen. Von der Einsamkeit anderer zu lesen schafft ein verbindendes Moment und somit einen Schritt raus aus Traurigkeit und Depression.

 

Ihre Figuren bleiben nicht im Unglück stecken, so deutet es schon der Untertitel «Erzählungen für einen Neubeginn» an. Wie gelingt ihnen dieser Neubeginn?

 

DK: Es gelingt ihnen, indem sie beginnen, die kleinen Schrittchen und Bewegungen in ihrem Leben wahrzunehmen, sie schätzen zu lernen und dann nach und nach bewusster selbst zu definieren und zu gehen. Sie erkennen dabei ihre Selbstwirksamkeit und Möglichkeiten, dem Gefühl des Ausgeliefertseins an die Mächte des Lebens zu entrinnen. Den Blick abzuwenden von den grossen Erwartungen auf die Chancen, die Kleinschrittigkeit bietet, in der man sich immer wieder neu justieren und ausrichten kann; in sich hineinspüren kann, ob der gewählte neue Weg auch der richtige ist.

 

Neben drei Erzählungen enthält der Band auch einen Essay. Darin geht es um einen professionellen Bleistiftanspitzer in New York. Wie kommt dieser Herr in Ihr Buch?

 

DK: Ich lese sehr gerne und bin dabei ständig auf der Suche nach originellen Köpfen, die (noch) nicht so gehypt werden. Das Buch «Von der Kunst, einen Bleistift zu spitzen» ist ein ebenso originelles wie persönliches Buch und der Autor ist ein seelenverwandter der Protagonisten meiner anderen Erzählungen, der mit seinem Weg aus der Krise heraus eine wahre Erfolgsreise gemacht hat.

 

 

«Erzählungen für einen Neubeginn» - für Ihre Leser und Leserinnen soll das Buch auch ein Neubeginn sein. Kann Literatur das? Ist Ihr Erzählband auch irgendwie ein Selbsthilfe-Buch?

 

DK: Für mich sind Romane, Erzählungen und Lyrik oft die besseren Selbsthilfebücher, weil sie den Prozess abzeichnen, den ein anfangs noch nicht «geläuterter» Mensch geht, der dann eine Entwicklung durchmacht. Sogenannte Selbsthilfeliteratur hat oft den Duktus eines «Erfahrenen», der andere belehrt. Sie kommt eher von oben herab, während du in Erzählungen und Romanen den Weg mit den Protagonisten gemeinsam gehst. Gemeinsam begehst du Fehler und Irrtümer, die auch gemeinsam gelöst werden oder in denen man gemeinsam stecken bleibt mit dem Protagonist:innen. Es ist oft menschlicher und näher am wirklichen Leben dran als ein sogenanntes Selbsthilfebuch, das von der Warte eines bereits erfolgreich der Krise entwachsenen Menschen ausgeht.

 

Bei einigen Erzählungen wünschte man sich, es ginge weiter. Schreiben Sie diese Erzählungen weiter? Wird es einen Roman von Ihnen geben?

 

DK: Danke! Das ist schön zu hören und motivierend für meinen Schreibprozess! :-)

 

Hinter einer der Erzählungen wartet tatsächlich auch ein Roman – der allerdings noch nicht weiter gediehen ist. Einen kleinen Roman wird es aber schon bald geben. Allerdings zu einem anderen Thema. ;-)

 

Vielen Dank für dieses Interview, Doro König!

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